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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-01-01 - 2019-06-30

Im Projekt ‚C-Alp‘ soll untersucht werden, wie sich großflächige Störereignisse auf den Kohlenstoffkreislauf von Bergwäldern der österreichischen Kalkalpen auswirken. Mit Hilfe eines Zeitreihenansatzes wird die Kohlenstoffdynamik in verschiedenen Stadien gestörter und ungestörter Waldbestände untersucht. Neben der Verwendung verfügbarer Datensätze von Versuchsflächen vorangegangener Projekte und einer Langzeit-Monitoring Fläche (LTER Zöbelboden) werden neue Daten, an diesen sowie zusätzlichen Versuchsflächen, erhoben. Eine der neuen Versuchsflächen wird als Manipulationsfläche angelegt, wobei sie nach dem ersten Projektjahr künstlich gestört wird (Kahlschlag). Durch den vollständigen Verlust oberirdischer Biomasse unmittelbar nach einer großflächigen Waldstörung nimmt der Boden bzw. Bodenprozesse eine wesentliche Rolle im Kohlenstoffkreislauf dieser Ökosysteme ein. Ein besonderer Schwerpunkt des Projektes wird demnach auf der Bodenkohlenstoffdynamik bzw. auf der Untersuchung damit verbundener abiotischer und biotischer Steuermechanismen liegen. Dabei werden Kohlenstoffflussmessungen (Eddy Covarianz und Kammermessungen) und Analysen zur Bestimmung der bodenmikrobiellen Gesellschaften (PLFA Analysen, DNA Sequenzierungen) sowie zur Bestimmung der Streuverwitterung (Litterbag study) zum Einsatz kommen. Des Weiteren soll untersucht werden, wie sich der Rücklass von oberirdischer toter Biomasse auf die Bodenkohlenstoffprozesse auswirkt, um damit Rückschlüsse auf forstliche Bewirtschaftungsmaßnahmen zu ziehen. In einer Kooperation mit dem Belmont Forum Projekt ClimTree, soll außerdem die Rolle von Bodenfauna (Invertebraten) im Bodenkohlenstoffkreislauf untersucht werden. Im Zuge dieser Kollaboration werden Waldstörungseffekte auf den Bodenkohlenstoffhaushalt auch in einem Bergwald in Yunnan, China, sowie in den französischen Pyrenäen untersucht. Durch das Projekt sollen die Auswirkungen von Waldstörungen auf den Kohlenstoffkreislauf von Bergwaldökosystemen demnach nicht nur beschrieben, sondern die damit verbundenen Prozesse auch erklärt werden. Durch die enge Zusammenarbeit führender österreichischer Forschungsinstitutionen (Universität für Bodenkultur Wien, Umweltbundesamt, Austrian Institute of Technology, ClimTree Projekt) werden nationale und internationale Wissenschaftskooperationen gestärkt und damit die Grundlage für zukünftige interdisziplinäre Projekte geschaffen. Die Kohlenstoffflussdaten (Eddy Covarianz) sollen des Weiteren die österreichische Beteiligung an den internationalen Programmen LTER und FLUXNET stärken. Dadurch soll die Basis für ein Langzeit Monitoring der Kohlenstoffflussdynamik in intakten und gestörten Bergwäldern der österreichischen Kalkalpen geschaffen werden.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2017-01-01 - 2017-12-31

Urban trees’ vitality and viability in Vienna, and cities world-wide, is reduced due to severe stresses; trees need to be replaced frequently, causing a reduction in esthetical and ecological values and substantial costs. Major cause impairing tree growth in urban environments is the excess concentrations of salt in the rooting zone. So far no cost-efficient and sustainable solution has been found to reduce or avoid the induced salt-stress on urban trees. Most tree species develop symbioses with mycorrhizal fungi, leading to an enhanced tolerance to abiotic and biotic stresses. However, the mycorrhizal diversity and the frequency of symbioses are thought to be reduced in urban soils. Unfortunately, studies on mycorrhizal diversity in urban environments are scarce. In this study we will examine the mycorrhizal diversity in urban environments, studying the two frequent, salt-sensitive species Acer platanoides L. and Tilia cordata. Both species can form symbioses with both endomycorrhiza (AM) and ectomycorrhiza (EM) fungi. Tree individuals in forest stand close to the city will serve as control. Mycorrhiza diversity on roots and in soil (AM spores), and mycelia production will be assessed and related to soil and environmental parameters such as soil compaction, nutrient and water availability, salt and heavy metal accumulation during bud break. The study thus aims to evaluate if urban soils and thus tree root have a low diversity and frequency of mycorrhizal symbionts. This information will provide a cornerstone for further studies, testing if increased infection rates with beneficial mycorrhizal species will increase nutrient supply, osmotic adjustment and growth of stressed urban trees, and if additional inoculation with both AM and EM spores could increase the vitality of urban trees
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2016-10-01 - 2018-09-30

Klimawandel in Bergwaldökosystemen hat großes Gefährdungspotential für Ökosystemleistungen. Die Himalaya-Region ist durch ihre Lage an einem Kipppunkt im Klimasystem und durch ihre geringe ökonomische Resilienz besonderen Risiken ausgesetzt. Das trifft auch für Bhutan zu, das zu den am wenigsten entwickelten Ländern gehört. Klimawandel führt zu Verschiebungen von Verbreitungsgebieten von Pflanzen und zu geänderten Störungsregimes. Diese Änderungen können die Resilienz der Wälder im Himalaya gefährden. Die Erwärmung im Himalaya war stärker als in anderen Regionen. Besonders starke Auswirkungen können durch das einmalige oder auch mehrjährig hintereinander auftretende Ausbleiben der jährlichen Monsunregen entstehen. Solche sogenannte Megadürren wurden für Südasien aus dendroklimatologischen Untersuchungen nachgewiesen. Die Entwicklung und Implementierung von Adaptierungsstrategien an den Klimawandel sind eine wichtige Determinante für die Auswirkungen von Klimawandel auf die Lebensumstände der Bevölkerung in Bhutan. Besonders für Länder wie Bhutan, die aufgrund ihrer Lage an der Südabdachung des Himalayas sehr erosionsgefährdet sind, betreffen solche Strategien auch sehr stark die Wälder. Eine Erhöhung der Resilienz dieser Wälder ist von besonderer Wichtigkeit. Dafür ist Wissen über die Stresstoleranzen von Baumarten und Wäldern nötig. Ein Verständnis von zukünftigen Anfälligkeiten und den Wahrscheinlichkeiten von geänderten oder neuen Trajektorien von Ökosystemänderungen ist daher ein zentraler Aspekt für dieses Projekt, das eine Fortführung von BC-CAP I ist. Strategien zur Erhöhung der Resilienz der Wälder und Adaptionsmaßnahmen an Klimawandel werden entwickelt. Waldrestaurierung und Strategien zum Artenschutz auf degradierten Flächen werden in partizipativen Prozessen mit den LandnutzerInnen implementiert. Ein starker Fokus auf Bildung von bhutanischen PartnerInnen, z.B. durch das Masterstudium in Mountain Forestry an der Universität für Bodenkultur, garantiert Nachhaltigkeit des erworbenen Wissens und Identifikation mit den durchgeführten Aktivitäten.

Betreute Hochschulschriften