Waldbrand-Blog Österreich


 
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    KEINE WALDBRANDGEFAHR | ENDE WALDBRANDSAISON

    Seit einem Monat wurde in Österreich kein Waldbrand registriert. Durch die ergiebigen Niederschläge und gemäßigten Temperaturen der vergangenen Tage und Wochen ist die Gefahr für unkontrollierte Vegetationsbrände in ganz Österreich vernachlässigbar. Daran dürfte sich für den Rest des Jahres nichts mehr ändern. Durch die weiterhin unbeständige Wetterlage, den sinkenden Sonnenstand und die zunehmende Wahrscheinlichkeit für Nebel und Hochnebel, wird in Lagen unterhalb der Nebelobergrenze das Streumaterial genügend angefeuchtet, um auch bei kurzfristig warmem und trockenem Wetter Waldbrände zu verhindern. Allein im Fall einer lang anhaltenden Föhnwetterlage könnte die Waldbrandgefahr in höheren Lagen noch einmal ein Thema werden, so wie beispielsweise im November 2011 der Fall. Generell kann jedoch davon ausgegangen werden, dass die diesjährige Waldbrandsaison zu Ende ist. Ein ausführlicher Rückblick auf 2014 folgt zum Jahresende.

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    SOMMERRÜCKBLICK | KEINE WALDBRANDGEFAHR

    Der vergangene Sommer war geprägt von wiederholten Niederschlagsereignissen, wenig Sonne und einer Temperatur im Bereich des langjährlichen Mittels; dies entspricht, laut Analyse der ZAMG, dem kühlsten Sommer seit 2005. Allein der Juni bot eine kurze, trockene Hitzewelle, in der die meisten Waldbrände des Sommers auftraten. Während dieser Monat bezogen auf die Anzahl unkontrollierter Feuer überdurchschnittlich war, brachte der Juli weniger Ereignisse als im Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Im August wurden bislang nur zwei kleinflächige Waldbrände registriert, was dem geringsten Wert seit 2002 entspricht. Im Mittel der letzten fünfzehn Jahre kann in den Sommermonaten (Juni-August) mit mehr als 50 Waldbränden gerechnet werden. 2014 waren es 41, auch hier ein klar unterdurchschnittlicher Wert. Der größte Waldbrand des Jahres bleibt das Ereignis in Absam im März, wobei rund 80 Hektar Latschen, Almwiese und Hochwald den Flammen zum Opfer fielen.

    Bedingt durch die kühl-feuchte Witterung in den vergangenen Tagen und Wochen, ist die aktuelle Waldbrandgefahr im gesamten Bundesgebiet äußerst gering. Daran wird sich auch in nächster Zeit nichts ändern. Im Laufe der ersten Septemberdekade könnte sich zwar eine stabilere Wetterlage etablieren, diese Entwicklung ist aber noch unsicher. Bis zumindest Mitte September ist jedenfalls mit keiner relevanten Waldbrandgefahr zu rechnen.

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    WALDBRANDGEFAHR BLEIBT UNERHEBLICH

    Gewitter, Starkregen und gedämpfte Temperaturen prägten die letzten Tage in Österreich. Bis inklusive Samstag bleibt es sehr feucht, zudem werden die Temperaturen mancherorts auf herbstliche Werte sinken. Zu Beginn kommender Woche dürfte sich für zwei, drei Tage eine stabilere und sehr warme Wetterphase einstellen. Eine Erhöhung der sehr geringen Waldbrandgefahr ist kaum zu erwarten, bereits Mitte der Woche wird es wieder kühler und feuchter. Es ist anzunehmen, dass der diesjährige Sommer – im Gegensatz zum Frühjahr – keine hohe Feuergefahr bringen wird. Damit sind Großbrände weiterhin sehr unwahrscheinlich.

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    JULIRÜCKBLICK | SEHR GERINGE WALDBRANDGEFAHR

    Wie erwartet brachte der abgelaufene Monat keine großen Überraschungen mehr, zumindest nicht hinsichtlich markanter Waldbrandereignisse. Dreizehn Waldbrände wurden in Summe registriert – zum Vergleich: Im Juli 2013 waren es 59 Brände. Dies unterstreicht die heterogene Verteilung und starke Witterungsabhängigkeit von Vegetationsbränden. Das letzte unkontrollierte Feuer, ausgelöst durch einen Blitzschlag, wurde am 26. Juli in St. Urban (Kärnten) registriert. Der Glimmbrand beschädigte rund 100m² Waldboden.

    Waldbrand in St. Urban (KTN) – Einsatzbericht der FF Feldkirchen

    Der Juli 2014 war laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) etwas zu warm, gleichzeitig aber sonnenarm und in vielen Regionen Österreichs sehr feucht. Neue Julirekorde bei den Niederschlagsmengen traten mit den Starkregenereignissen zum Ende des Monats im Burgenland auf. Bereits am Sonntag ist das nächste großflächige und konvektive Regenereignis zu erwarten. Die seit Wochen beständige Großwetterlage, die uns immer wieder teils heftige Gewitter und nur wenige Hochsommertage beschert, setzt sich auch in den nächsten Tagen fort. Damit ist und bleibt die Waldbrandgefahr in ganz Österreich sehr gering.

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    JULI GEHT UNSPEKTAKULÄR ZU ENDE

    Durch das seit Monatsbeginn überwiegend wechselhaft-feuchte Wetter wurden im Juli erst zwölf Waldbrände registriert. Dieser Wert liegt deutlich unter dem langjährigen Schnitt. Die aufgetretenen Brände blieben allesamt klein und von geringer Intensität, keiner der Feuer erfasste mehr als wenige hundert Quadratmeter. Als Beispiel sei hier der Waldbrand vom 18. Juli bei Mauterndorf (Salzburg) erwähnt, wobei vermutlich ein Blitzschlag auf 50m² dürres Astmaterial in Brand setzte.

    Waldbrand in Mauterndorf (SBG) – Einsatzbericht der FF Mauterndorf

    Der Juli geht so zu Ende, wie er begonnen hat: warm, aber feucht und wechselhaft. Auch in den nächsten Tagen kommt es immer wieder zu Regenschauern und Gewittern, stellenweise können große Niederschlagsmengen zusammen kommen. Am wenigsten Regen fällt im äußersten Osten, hier ist mit einer leicht erhöhten Waldbrandgefahr zu rechnen. In Summe sind aber weder intensive Feuer noch Großbrände zu befürchten – und daran dürfte sich bis weit in den August hinein nichts ändern.

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    VORÜBERGEHEND ERHÖHTE WALDBRANDGEFAHR

    In den kommenden zwei bis drei Tagen modelliert das Europäische Waldbrandinformationssystem für Österreich eine erhöhte, stellenweise auch mäßige Waldbrandgefahr. Grund hierfür sind die erwarteten Temperaturen von verbreitet über 30 Grad. In der Osthälfte des Landes wird kräftiger Südwind prognostiziert, der die Verdunstung zusätzlich erhöht. Somit sind, besonders in den Gebieten, die in den vergangenen Tagen von Gewittern und Regenschauern verschont geblieben sind, abermals Kleinbrände möglich.

    Während es im äußersten Westen bereits am Sonntagabend gewittrig werden dürfte, könnte es in einigen Regionen des Ostens erst am Dienstag zu Niederschlägen kommen. Danach sollte die Waldbrandgefahr überall nur noch gering sind. Die weitere Wetterentwicklung sieht derzeit nach sommerlichen, mäßig heißen und labil geschichteten Luftmassen aus. Weitere Regenschauer und Gewitter sind zu erwarten. Eine hohe Waldbrandgefahr ist bis in den August hinein unwahrscheinlich.

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    WALDBRANDGEFAHR BLEIBT GERING

    In weiten Teilen Österreichs gab es in den vergangenen zwei Wochen ergiebige Niederschläge. Zusammen mit den überwiegend nur durchschnittlichen Temperaturen wurden im Juli noch keine nennenswerten Waldbrandereignisse verzeichnet. Das unbeständige und mäßig warme Wetter bleibt uns in den nächsten Tagen erhalten. Mitte kommender Woche könnte sich eine stabilere Hochdrucklage einstellen. Gleichzeitig ist die Luftschichtung labil, besonders im Berg- und Hügelland sind weitere Gewitter zu erwarten. Bis zumindest Ende Juli sollte die Gefahr für großflächige Waldbrände gering bleiben.

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    JUNIRÜCKBLICK | ERNEUT GERINGE WALDBRANDGEFAHR

    Der abgelaufene Monat brachte keine großen Überraschungen, was die Waldbrandaktivität in Österreich anbelangt. Bislang wurden im Juni 26 Kleinbrände registriert, das liegt etwas über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Am meisten Waldbrände – jeweils acht – gab es in Tirol und Niederösterreich. Das flächengrößte Ereignis, ein knapper halber Hektar, trat in der Gemeinde Irnfritz-Messern (Niederösterreich) auf. Zwei Wochen nach Waldarbeiten zündeten unterirdische Glutnester und breiteten sich durch den Wind rasch aus, sodass drei Feuerwehren bei der Brandbekämpfung gefordert waren.

    Waldbrand in Irnfritz (NOE) - Bericht auf waldviertelnews.at

    Die ergiebigen Niederschläge in den vergangenen drei Tagen haben einmal mehr dazu geführt, dass die Waldbrandgefahr nur noch gering ist. In den nächsten Tagen wird es zwar warm, zum Wochenende hin vermutlich auch heiß, gleichzeitig bleibt es aber unbeständig. Eine hohe Waldbrandgefahr ist weiterhin nicht zu befürchten.

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    WALDBRANDGEFAHR SINKT

    In den letzten Tagen gab es in Österreich überwiegend trockene und sehr warme Bedingungen. Demzufolge traten erneut kleinflächige Waldbrände auf. Einige davon wurden – wie Ende Juni nicht ungewöhnlich – von Sonnwendfeuern ausgelöst, so wie der intensive Glimm- bzw. Humusbrand in der Gemeinde Rietz in Tirol, bei dem auch eine Zirbelkiefer geschädigt wurde:

    Waldbrand in Rietz (T) - Bericht der FF Rietz

    Bereits heute hat es in vielen Regionen der Alpen und südlich davon ergiebige, konvektive Niederschläge gegeben. Hier ist die Waldbrandgefahr somit nur noch gering. Auch in den übrigen Landesteilen sollte es in den kommenden Tagen zumindest einzelne Schauer oder Gewitter geben. Die heute z. T. noch mäßige Waldbrandgefahr dürfte überall zurückgehen. Aufgrund der Konsistenz der Großwetterlage und der damit verbundenen Abwesenheit eines stabilen Sommerwetters, ist bis weit in den Juli hinein mit keiner hohen Waldbrandgefahr zu rechnen.

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    MEHRERE KLEINBRÄNDE | MAESSIGE WALDBRANDGEFAHR

    Bedingt durch die Hitzewelle wurden in der vergangenen Woche in Österreich rund zehn kleinere Waldbrände verzeichnet. Wie erwartet erreichte keines der Feuer bedrohliche Ausmaße. Der flächengrößte Waldbrand wurde durch Unachtsamkeit in der Gemeinde Grafenstein (Kärnten) ausgelöst. Einige Tage nach Abbrennarbeiten im Wald geriet am 11. Juni 2014 durch Glutreste der Moosboden in einem Fichten-Altholz in Brand. Das Feuer auf rund 3000m² konnte von sechs Wehren und fünfzig Einsatzkräften rasch unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden.

    Waldbrand in Grafenstein (Ktn) - Bericht der FF Völkermarkt

    Inzwischen hat es erneut abgekühlt. In vielen Teilen des Landes, besonders im Westen, dem Alpenbogen und im Süden, traten ergiebige konvektive Niederschläge auf. Hier ist die Waldbrandgefahr überwiegend gering. In einigen Gebieten des Nordens und Ostens blieb es annähernd oder gänzlich trocken. EFFIS, das europäische Waldbrandinformationssystem, modelliert hier eine erhöhte bis mäßige Waldbrandgefahr. Trotz der gedämpften Temperaturen sind auch in den nächsten Tagen Kleinbrände möglich. Eine hohe Waldbrandgefahr und damit gefährliche Großbrände sind auf absehbare Zeit nicht zu erwarten.