Waldbrand-Blog Österreich


 
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    ENDE DER WALDBRANDSAISON? | SINKENDE BRANDGEFAHR

    Die große Hitze ist in ganz Österreich vorbei, die Waldbrandgefahr nur noch im Osten erhöht. In den kommenden Tagen sollte es im ganzen Land zumindest etwas Niederschlag geben, die Brandgefahr damit weiter sinken. Aufgrund der Jahreszeit und der modellierten wechselhaft-kühlen Witterung ist mittelfristig mit keiner relevanten Waldbrandgefahr zu rechnen.

    Erfahrungsgemäß sind die Monate September bis Dezember die brandschwächsten des Jahres. Allerdings bestätigen Ausnahmen die Regel: Im November 2011 traten durch lang anhaltende Trockenheit sowie eine massive Föhnlage insgesamt 24 Waldbrände, davon mehrere Großbrände auf – ein neuer Rekord. Wie sich der heurige Herbst entwickelt, bleibt abzuwarten.

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    HOHE WALDBRANDGEFAHR

    Möglicherweise zum letztem Mal in diesem Jahr, ist die Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen in Österreich als hoch einzustufen. Besonders in Ober- und Niederösterreich, in Wien, im Burgenland und Teilen der Steiermark sind bis inklusive Dienstag weitere Waldbrände möglich. Speziell am Sonntag und Montag können durch den kräftigen Südostwind bzw. Föhn selbst Großfeuer nicht ausgeschlossen werden. Eine Entspannung der Waldbrandsituation sollte im Zuge der Umstellung der Großwetterlage Mitte der kommenden Woche erfolgen.

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    FÖHN & STEIGENDE WALDBRANDGEFAHR

    In den letzten Tagen hat besonders im Norden und Osten Österreichs kräftiger Wind zunächst aus Nordwesten, seit gestern aus Süden – und das teilweise als stürmischer Föhn –, zu einer erhöhten Verdunstung geführt. Laut EFFIS ist die Waldbrandgefahr im Norden, stellenweise auch im Osten, wieder mäßig, punktuell sogar als hoch einzustufen. Heute Nacht bzw. morgen überquert eine Kaltfront das Land, die jedoch nur im Westen ergiebigere Niederschläge bringen dürfte. In weiterer Folge stellt sich eine kräftige Südwestströmung ein und die Temperaturen steigen verbreitet in den hochsommerlichen Bereich. Aus heutiger Sicht ist besonders im Osten eine mehrtägige Hitzewelle zu erwarten. Damit dürfte die Waldbrandgefahr über das kommende Wochenende hinaus hoch bleiben, regional vielleicht auch sehr hohes Niveau erreichen.

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    ERGIEBIGE NIEDERSCHLÄGE | GERINGE WALDBRANDGEFAHR

    Bis gestern wurden im August österreichweit wenigstens 44 Waldbrände verzeichnet, das entspricht rund drei Bränden pro Tag. Dank der raschen und effektiven Bekämpfung durch die Freiwilligen Feuerwehren sowie durch die schwachwindigen Verhältnisse sind die meisten Waldbrände kleinflächig geblieben. Ein ausführlicher Sommerrückblick folgt im September.

    Inzwischen ist die Hitzewelle auch im Nordosten Österreichs zu Ende gegangen. Zudem gab es vielerorts ergiebige Niederschläge. Gerade in den von Dürre gezeichneten Gebieten Niederösterreichs sind verbreitet 20mm und mehr gefallen. Weiterer Regen dürfte in der kommenden Nacht und morgen eintreffen. Auch in anderen Teilen Österreichs hat es Niederschläge gegeben, die Waldbrandgefahr ist damit überall nur noch gering. Mittelfristig ist weder eine Hitzewelle, noch eine stabile Trockenperiode zu erwarten. Bis zumindest Ende August sollte die Waldbrandgefahr unerheblich bleiben.

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    EXTREME WALDBRANDGEFAHR

    Wie erwartet herrscht seit einigen Tagen im Osten Österreichs die höchste Waldbrandgefahrenstufe auf der sechsteiligen Gefährdungsskala des Europäischen Waldbrandinformationssystems EFFIS. Bislang wurden vor allem Kleinbrände, ausgelöst durch Blitzschlag, verzeichnet, der größte Waldbrand wurde vermutlich durch Unachtsamkeit ausgelöst: Im Föhrenwald bei Großmittel brannten am Freitag mehrere Hektar Waldboden.

    Waldbrand bei Großmittel (NÖ) - Bericht auf einsatzdoku.at

    Die Gewitter am vergangenen Wochenende haben nur punktuell für Entspannung gesorgt. Wärmegewitter mit eher geringen Niederschlagsmengen sind durch ihre Blitzaktivität als zusätzliches Risiko anzusehen – bei heißer und trockener Witterung, wie aktuell der Fall, werden 30-40% aller Waldbrände durch Blitzschlag ausgelöst. Gering ist die Walbrandgefahr momentan nur in Teilen Vorarlbergs, Tirols, Salzburgs sowie in Oberkärnten. In den meisten anderen Gebieten herrscht mäßige bis hohe Waldbrandgefahr. Durch die anhaltende Trockenheit und die außergewöhnliche Hitze dürfte sich das Gebiet mit sehr hoher bis extremer Waldbrandgefahr auf das Mostviertel, ganz Niederösterreich, das Burgenland, die östliche und südöstliche Steiermark sowie Unterkärnten ausdehnen. Besonders in Verbindung mit Wind sind damit auch mehrere Großbrände zur gleichen Zeit möglich. Die herrschenden Feuer- und Rauchverbote im Wald sollten unbedingt eingehalten werden.

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    ERNEUT HOHE WALDBRANDGEFAHR

    In der vergangenen Woche hat es in ganz Österreich immer wieder geregnet. Ergiebig waren die Niederschläge allerdings nur im Bereich des Alpenbogens sowie im Süden. In den von Trockenheit geplagten Gebieten des Nordens und Ostens sind über mehrere Tage verteilt rund 20 Liter pro Quadratmeter zusammengekommen. Das hat zwar für eine kurzzeitige Verringerung der Waldbrandgefahr ausgereicht, nicht aber für eine nachhaltige Entspannung.

    An einem heißen, windigen Sommertag können in unseren Breiten durchaus 5mm (bzw. Liter) pro Quadratmeter oder mehr verdunsten. Aktuell hat eine weitere Hitzewelle Österreich erfasst. Diese dürfte aus jetziger Sicht bis weit in die neue Woche hinein anhalten. Am kommenden Samstag erreicht eine schwache Kaltfront von Westen her das Bundesgebiet, in der Osthälfte dürfte aber nur wenig Niederschlag fallen. Aktuell ist die Waldbrandgefahr im Norden und Osten Österreichs z. T. bereits hoch. Ab dem kommenden Freitag gibt EFFIS, das Europäische Waldbrandinformationssystem, sogar die höchste Waldbrandgefahrenstufe für den Nordosten des Landes aus. Sollte sich, so wie derzeit modelliert, die extrem heiße und trockene Witterung fortsetzen, ist mittelfristig mit einer außergewöhnlich hohen Gefährdung durch Waldbrände zu rechnen.

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    VIELE BRÄNDE DURCH BLITZSCHLAG | WALDBRANDGEFAHR GESUNKEN

    Sechs Tage, mindestens achtzehn Waldbrände, die meisten (7) am 23. Juli und fast alle durch Blitzschlag ausgelöst – das ist das Fazit der letzten Tage der vergangenen Hitzewelle in Österreich. Zeitweise war die Brandgefahr, besonders im Nordosten, sehr hoch, was sich auch in einer großen Anzahl an Flurbränden manifestierte. Mittlerweile wurden in diesem Jahr bereits fast so viele Waldbrände registriert, wie im gesamten Jahr 2014 (144 Waldbrände).

    Durch den inzwischen erfolgten Wetterumschwung ist die Waldbrandgefahr im ganzen Land zurückgegangen. Nur im Nordosten ist sie noch erhöht. In den kommenden Tagen präsentiert sich das Wetter kühl und wechselhaft. Selbst in den trockenheitsgeplagten Regionen im Norden und Osten ist immer wieder mit Niederschlag zu rechnen. Ob sich Ende der Woche bzw. Anfang kommender Woche eine neue Hitzewelle einstellt, ist noch unsicher, bis dahin bleibt die Waldbrandgefahr jedenfalls unerheblich.

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    ZAHLREICHE KLEINBRÄNDE | MÄSSIGE WALDBRANDGEFAHR

    In den vergangenen zehn Tagen wurden rund zwanzig kleinere bis mittlere Waldbrände verzeichnet, zudem traten zahlreiche Flur- und Feldbrände auf. Die konvektiven Niederschläge von Mitte letzter Woche bzw. auch gestern und heute haben nur stellenweise ergiebige Niederschläge gebracht. In den kommenden Tagen stellt sich eine weitere Hitzewelle ein, wodurch die derzeit mäßige Waldbrandgefahr erneut ansteigt. Besonders gefährdet dürften aus heutiger Sicht die Täler im Westen sowie generell der Süden, Südosten und Osten sein. Je nach Wind sind abermals Großbrände möglich.

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    HOHE WALDBRANDGEFAHR

    Die aktuelle Hitzewelle hat dazu geführt, dass die Waldbrandgefahr verbreitet erhöht ist. Abgesehen vom Südwesten und den inneralpinen Regionen kann sie derzeit als "mäßig" eingestuft werden, im Norden und Osten teils auch "hoch". In den kommenden Tagen ist mit einer Verschärfung der Hitzewelle und damit auch der Waldbrandgefahr zu rechnen. Von EFFIS wird ein teils sehr hohes Waldbrandrisiko simuliert, insbesondere in Niederösterreich, aber auch in Teilen von Oberösterreich und der Steiermark. Mitte kommender Woche dürfte es kühler und feuchter werden, bis dahin sind aber selbst Großbrände nicht auszuschließen.

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    WALDBRANDGEFAHR BLEIBT UNERHEBLICH

    Die kühle Witterung und die wiederholten, schauerartigen Niederschläge in weiten Teilen Österreichs haben dazu geführt, dass die Waldbrandgefahr sehr gering ist. Heute bzw. morgen sind mit einer Kaltfront und der Bildung eines Tiefs über Norditalien besonders im Süden weitere ergiebige Niederschläge zu erwarten. Danach dürfte es zwar langsam wärmer und stabiler werden, eine nennenswerte Waldbrandgefahr ist jedoch nicht vor Anfang Juli zu erwarten.