Waldbrand-Statistik


Die Karte der Waldbrandgefahr für Österreich, erstellt durch die ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik), zeigt das Risiko für Waldbrände nach meteorologischen Parametern. Das European Forest Fire Information System (EFFIS) stellt mittels interaktiver Karten die aktuelle Waldbrandsituation für ganz Europa dar.



Für den Zeitraum 2002 bis 2011 wurden verschiedene Analysen zum Auftreten von Waldbränden in Österreich erstellt. Ein Überblick der Ergebnisse ist hier als PDF abrufbar.

Individuelle Abfragen und aktuelle Statistiken können über die neue Waldbrand-Datenbank Österreich durchgeführt bzw. erstellt werden: http://fire.boku.ac.at



Erste Berichte über Waldbrände in Österreich finden sich in alten Ortschroniken. Bereits Anfang des 17. Jahrhunderts wurden verheerende Feuer dokumentiert, mit Brandflächen teils über 1000 Hektar. Der flächenmäßig größte Waldbrand seit Ende des Zweiten Weltkriegs dürfte 1947 am Nederjoch in Telfes, Tirol, stattgefunden haben. Damals wurden knapp 200 Hektar Waldfläche vernichtet. 120ha waren es 1961 im Föhrenwald bei Wiener Neustadt, Niederösterreich, und rund 80ha erst unlängst im Frühjahr 2014 in Absam, Tirol.

Die folgende Auswahl zeigt die markantesten Waldbrände in Österreich der letzten fünfzehn Jahre. Das jeweils flächengrößte Feuer pro Jahr wird angeführt.

22. April 2015: Vermutlich gerät nach Waldarbeiten ein Teil einer Kahlschlagfläche auf der Göriacher Alm in Lurnfeld, Kärnten, in Brand. Das Feuer kann bis zum Abend nicht unter Kontrolle gebracht werden. Stattdessen führen das steile Gelände und aufkommender Wind dazu, dass sich das Lauffeuer in ein Vollfeuer umwandelt und über Nacht weiter ausbreitet. Aufgrund der Gefahr fallender Bäume, Flammen, die über die Baumkronen schlagen, und das steile Gelände, kann der Waldbrand erst am nächsten Tag effektiv bekämpft werden. Hunderte Einsatzkräfte und mehrere Helikopter sind mehr als eine Woche lang im Einsatz, um die letzten Glutnester zu löschen. Mehr als 70 Hektar Schutzwald werden zerstört oder geschädigt. Nach 2013 und 2014 ist dies der dritte Großbrand in nur drei Jahren. mehr ...

20. März 2014: Ausgelöst durch eine achtlos weggeworfene Zigarette gerät der Schutz- und Latschenwald oberhalb der Ortschafts Absam in Tirol in Brand. Durch die enorme Frühjahrstrockenheit breitet sich das Feuer rasant aus und kann auch durch den massiven Einsatz von sechs Hubschraubern und Hunderten Feuerwehrleuten bis zum Abend nicht unter Kontrolle gebracht werden. Nach drei Tagen sorgen Regen und Schnee für das "Brandaus". Mehr als 100 Hektar sind betroffen, davon rund 80ha Wald. Damit handelt es sich um den flächengrößten Waldbrand der letzten zwanzig Jahre. Der Gesamtschaden wird auf zwei Millionen Euro geschätzt. mehr ...

08. August 2013: Eine außergewöhnlich heiße und trockene Witterungsperiode führt am österreichweit heißesten Tag seit Aufzeichnungsbeginn zu einem massiven Kronen- bzw. Vollfeuer zwischen Weikersdorf und Wiener Neustadt im südlichen Niederösterreich. Neben Schwarzkiefernbeständen verbrennt auch der örtliche Niederwald vollständig. Mehrere hundert Einsatzkräfte, Dutzende Feuerwehren, drei Helikopter und Flächenflugzeuge bekämpfen den Brand. 52 Hektar Wald werden vernichtet. mehr ...

29. April 2012: Ein zum wiederholten Mal sehr trockenes Frühjahr führt zum größten Brand des Jahres - bei Gschöder, Gemeinde Weichselboden, Steiermark, bricht aus unbekannter Ursache ein Brand auf einer Kahlschlagfläche aus. Nach zwei Tagen lautet die Bilanz: 10ha verbrannter Waldboden. mehr ...

13. November 2011: Durch die extreme Trockenheit in diesem November entsteht im hinteren Teuchlgraben, Gemeinde Reißeck, Kärnten, ein großflächiger Waldbrand an der Baumgrenze. In Summe sind 10ha von den Flammen betroffen. mehr ...

18. März 2010: Ein Berghang im Gemeindegebiet von Kals am Großglockner, Bezirk Lienz, Tirol, steht in Flammen - ausgelöst von einem Landwirt, der Reisig verbrannt hat. Das Lauffeuer breitet sich hangaufwärts aus, erstreckt sich schlussendlich von 1300 bis 2100m Seehöhe. In einem 70ha großen Areal werden 15ha Brandfläche ermittelt. mehr ...

10. April 2009: In der Kranebitterklamm bei Innsbruck, Tirol, bricht ein Waldbrand aus. Durch den starken Föhnwind und das steile, unwegsame Gelände ist er besonders schwierig zu bekämpfen. Teilweise schlagen die Flammen Dutzende Meter hoch. Ingesamt sind neben einer privaten Hütte auch 25ha Wald betroffen. mehr ...

09. Mai 2008: Oberhalb Rakowitzen, Stall im Mölltal, Kärnten, bricht während der Schadholzaufbereitung nach Orkan "Paula" ein Waldbrand aus. Vermutet wird ein Defekt an einer Forstmaschine. Die Brandfläche von mehr als 6ha wird von 150 Feuerwehrleuten bekämpft. mehr ...

09. August 2007: Waldbrand im Kiefernwald der Großmittler Heide (Truppenübungsplatz), Siegersdorf, Niederösterreich. Vermutlich lösen Schießübungen des Bundesheeres das Feuer aus. Da der Brand aufgrund der Gefährdung durch vorhandene Blindgänger nur über das Wegenetz bekämpft werden kann, gestalten sich die Löschmaßnahmen schwierig. Etwa 4ha Wald sind betroffen. mehr ...

19. Juli 2006: Im Bereich Gimbach bei Ebensee, Bezirk Gmunden, Oberösterreich, stehen Feuerwehr, Bergrettung und Bundesheer vierzehn Tage im Einsatz, um einen Waldbrand zu bekämpfen. Hubschrauber müssen das Löschwasser in das extrem steile und unzugängliche Gelände fliegen. In Summe sind mehr als 40ha betroffen. mehr ...

22. April 2005: Ein außer Kontrolle geratenes Abbrennfeuer oberhalb des Ortsteiles Greit in Pfunds, Tirol, breitet sich auf etwa 3ha Waldfläche aus. Der Brand kann mithilfe eines Helikopters bis zum Abend gelöscht werden. mehr ...

14. Dezember 2004: Funkenflug bei Flexarbeiten führt zu einem ausgedehnten Boden- und Lauffeuer oberhalb des Wallfahrtsortes St. Georgenberg in Tirol. Mehr als 4ha Wald sind betroffen, 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz. mehr ...

7. Mai 2003: Durch eine weggeworfene Zigarette bricht in einem äußerst unwegsamen und steilen Gelände in Zistl-Bretstein, Steiermark, ein Waldbrand aus. Bei einem großen Teil der Brandfläche handelt es sich um einen Windwurf, es brennen ca. 35ha Wald. Erst nach zwei Wochen kann das Feuer endgültig gelöscht werden. mehr ...

2. Februar 2002: In einer Berghütte am Stagor in Steinfeld im Drautal, Kärnten, bricht ein Feuer aus, welches sich durch die extreme Trockenheit rasend schnell ausbreitet. Insgesamt sind mehr als 70ha von dem Waldbrand betroffen. Damit handelt es sich um einen der größten Waldbrände, die in jüngster Vergangenheit in Österreich aufgetreten sind. Hunderte Feuerwehrleute kämpfen tagelang gegen die Flammen. mehr ...