Tschermak


Vorstand am Institut für Waldbau: 1939-1945

Leo Tschermak             

geboren: 3.7.1882 in Znaim/Südmährenesien
gestorben: 17.6.1969 in Wien

Curriculum

1901-1904
Studium der Forstwirtschaftswissenschaften, Hochschule für Bodenkultur, Diplomingenieur

1904-1913
Forstverwaltungsdienst, u.a. Bosnien, Herzegowina

1907-1913
Leiter der Bezirksforstinspektion Komotau/Deutschböhmen

1909
Doktor der Bodenkultur

1913-1936

  • Forstliche Versuchsanstalt Mariabrunn, Wien.
  • ab 1921: Leitung der waldbaulichen Abteilung

1918
Privatdozent für angewandte forstliche Bodenkunde, Hochschule für Bodenkultur, Wien.

1923
Gastprofessor in Warschau (Waldbau)

1925
Tit.a.o. Professor

1925-1936 und 1939-1945
Redakteur des Centralblattes für das gesamte Forstwesen

1936-1938
Ordinariat für Waldbau, Forstfakultät Istanbul-Büyükdere/Türkei

1938-1939
Ordinariat für Waldbau, Universität Freiburg

1939-1945
Institut für Waldbau, Hochschule für Bodenkultur

1944-1945
Rektor der Hochschule für Bodenkultur

1950-1956
Präsident des Österreichischen Forstvereins

1959
Ehrendoktorat der forstlichen Fakultät der Georg August-Universität Göttingen

Richtungsweisende Veröffentlichungen

1909
Dissertation über Moorwälder

1910
Einiges über den Urwald von waldbaulichen Gesichtspunkten

1918
Über natürliche, feinzerteilte (Kolloid- bis Grobdisperse) Kreidekalke und
ihre Bedeutung für die Forst- und Landwirtschaft (Habilitation)

1920
Kahlflächen und Plentersaumschlag, vergleichende Bodenuntersuchungen

1921
Alpenhumus, das Gesetz seiner Bildung

1924
Die Formen der Lärche in den österreichischen Alpen und der Standort

1925
Fragen des Waldbaus im Hochgebirge

1927
Weiterer Ausbau der Versuche zur Rassenfrage unserer Holzarten

1929

  • Die Verbreitung der Rotbuche in Österreich. Ein Beitrag zur Biologie und zum Waldbau der Buche.
  • Die natürliche Verjüngung und die Frage des Plenterwaldes in den österreichischen Alpen

1931
Die natürlich vorkommenden Holzarten am Ostrand der Alpen in Niederösterreich

1932
Einiges über die Eiben in Österreich einst und jetzt

1933
Voraussetzungen erfolgreichen Anbaus der europäischen Lärche außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes

1935

  • Die natürliche Verbreitung der Lärche in den Ostalpen - Ein Beitrag zur Ableitung
    der Standortsansprüche der Lärche
  • Klima und Holzartenverbreitung in den Ostalpen
  • Die wichtigsten natürlichen Waldformen der Ostalpen und des heutigen Österreichs

1936
Wege zur Sicherung geeigneter Herkünfte beim Bezug forstlichen Saatgutes

1938
Eukalyptus-Anbau an der Südküste Anatoliens

1940
Gliederung des Waldes der österreichischen Bundesländer in natürliche Wuchsbezirke

1941

  • Die Tannenfrage im Wienerwald
  • Einiges über die pflanzengeographischen Grundlagen des Waldbaus in der Türkei
  • Beitrag zur Kenntnis des Klimas der Zirbenstandorte

1944
Ozeanität und Waldkleid im Gebirge

1946

  • Die wichtigsten Waldgebiete der Balkanhalbinsel
  • Die Waldgebiete Österreichs

1947
Waldbauliches aus Griechenland

1948

  • Hohe Lage der oberen Wald- und Baumgrenze in den Innenalpen und Klimacharakter
  • Verdrängung der natürlichen Holzartengemeinschaften des österreichischen Waldes
  • Karstaufforstung

1949

  • Die Eibe im städtischen Forstamt Neusohl/Slowakei,
    das größte der bisher bekannten Eibenvorkommen in Europa
  • Die natürliche Verbreitung der Fichte (Picea excelsa) in Österreich (Tanne 1950)
  • Klima und Wald in Anatolien

1950

  • Waldbau auf pflanzengeographisch-ökologischer Grundlage (722 Seiten)
  • Gebirgsklima und Waldbau
  • Schaffung einzelner forstwirtschaftlicher Musterbetriebe in Österreich

1951
Umwandlung standortswidriger reiner Nadelbestände in naturnahe Wirtschaftswälder

1952
Die Durchforstung als Mittel der Produktionssteigerung