Wir entwickeln wissenschaftliche Konzepte und Methoden, um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gesellschaft in Bezug auf Produkte, Leistungen und Wirkungen von Wäldern nachhaltig zu sichern.
                            
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Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-12-01 - 2022-05-31

In den letzten Jahren gab es Initiativen, um das Bewusstsein der Gesellschaft für der Erbringung von Ökosystemdienstleistungen zu stärken und Mechanismen zu diskutieren, die Zahlungen für deren Aufrechterhaltung ermöglichen (Payments for Ecosystem Services - PES). PES wurden als ein wichtiger Mechanismus identifiziert, um die Lücke zwischen den Anforderungen der Gesellschaft und potentiellen Anbietern zu schließen. Daher sind die Ziele des Projektes NOBEL (i) die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen und Mechanismen zur Internalisierung des sozioökonomischen Wertes von Waldökosystemen, (ii) die Kombination von politischen Instrumenten und Geschäftsmodellen zur Umsetzung von Zahlungen für eine nachhaltige Erbringung von Ökosystemdienstleistungen und (iii) die Demonstration und der Vergleich der unterschiedlichen Ansätzen in 5 Fallstudien in Europa. NOBEL wird die Anforderungen an die Nutzung unterschiedlicher Geodaten bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen für die Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen untersuchen. In NOBEL werden drei Geschäftsmodelle betrachtet: a) private Haushalte oder Unternehmen bezahlen Anbieter für die Bereitstellung der Ökosystemdienstleistungen direkt, b) Unternehmen bezahlen Anbieter für die Bereitstellung der Ökosystemdienstleistungen und geben die Kosten an ihre Kunden weiter, und b) staatliche Anbieter bezahlen für die Bereitstellung der Ökosystemdienstleistungen und geben die Kosten über Steuern oder Gebühren an die Verbraucher weiter. Bei der Umsetzung dieser Geschäftsmodelle werden alternative Mechanismen für die Zahlungen (freiwillige Zahlungen, natürliche Kapitalmärkte) untersucht. Eine webbasierte Auktionsplattform und eine Geoinformationsplattform sollen entwickelt werden, um die Umsetzung der Geschäftsmodelle zu unterstützen. Für die Analyse der möglichen Abhängigkeiten bei der gleichzeitigen Bereitstellung mehrerer Ökosystemdienstleistungen wird ein Rahmenwerk an Indikatoren entworfen und verfügbare Waldökosystemmodelle in Pilotdemonstrationen angewendet, um die Effekte unterschiedlicher Bewirtschaftungsansätze zu quantifizieren. Managementpraktiken, Stakeholder-Einstellungen und Verbraucherverhalten werden auf europäischer und regionaler Ebene mit politischen Entscheidungsträgern, Anbietern und Begünstigten diskutiert. Die Anforderungen an die Umsetzung von Geschäftsmodellen zur Erbingung von Ökosystemdienstleistungen werden erarbeitet.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-10-01 - 2021-07-31

Das weitgehende Fehlen von Standortskarten in der Steiermark macht einen neuen Ansatz bei der Standortserkundung und Kartierung der vorkommenden Waldstandorte notwendig. Eine weitere wissenschaftliche Herausforderung stellt die Berücksichtigung von zukünftig veränderten Klimabedingungen dar, die sich auch auf die Klassifizierung von Standorten und Waldtypen auswirken wird. Für eine solcherart erforderliche „dynamische Standortsklassifizierung“ bestehen theoretische Konzepte, die konkrete Umsetzung einer integrierten Standorts- und Waldtypenklassifikation in einer realen Region wie der Steiermark stellt jedoch Neuland dar. Im Rahmen des Projektes soll daher eine Waldtypisierung auf Basis eines GIS-gestützten geoökologischen Stratifizierungsmodells erfolgen. Als Datenbasis sollen das digitale Höhenmodell, eine geologische Basiskarte, digital vorliegende Standorts- und Klimadaten sowie neu zu erhebende Standortsparameter verwendet werden. Für die Waldtypenkarte sollen auf Grundlage der Punkt- und Flächendaten zunächst Themenkarten für die Faktoren Wärme, Wasser und Nährstoffhaushalt modelliert werden, die dann zu Waldtypen mit einheitlicher Faktorenkombination zusammengefasst werden. Das Modell erlaubt dann auf Basis der Datengrundlagen abgeleiteten digitalen geoökologischen Parametern (u.a. Höhenstufe, Hanglage, Substrat, Geländeform, Neigung) eine Stratifizierung der Waldtypen auf allen Hauptwaldstandorten. Jeder Waldtyp wird auf der Waldtypenkarte im Maßstab 1:25.000 dargestellt. Neben den ökologischen Fakten ist jeder Waldtyp mit einer waldbaulichen Beschreibung versehen, die Angaben zu den geeigneten Baumarten, Gefährdungen und möglichen Behandlungsvarianten in Hinblick auf den Klimawandel enthält. In dieser waldbaulichen Charakterisierung werden auch die bisherigen Erfahrungen mit den vorhanden Baumarten und ihren Mischungen getrennt nach Waldtypen beschrieben und Empfehlungen für die zukünftige Bestockung und deren Bewirtschaftung in Hinblick auf den Klimawandel gegeben.
Forschungsprojekt aus §26 oder §27 Mitteln
Laufzeit : 2018-06-01 - 2020-05-31

Sturm ist einer der relevantesten Störungsfaktoren in temperierten Wäldern und beeinflusst wesentlich die Bereitstellung von Ökosystemleistungen. Sturmbedingte Störungen sind ausserdem eng mit Borkenkäferstörungen gekoppelt. Für Ökosystemsimulationsmodelle stehen Temperatur- und Niederschlagsinformationen in guter Qualität zur verfügung, während Informationen zur Windgeschwindigkeit weitgehend fehlen oder nicht ausreichende Qualität aufweisen. Ziel von WINDFALLS ist es, Informationen aus RCM-Simulationsdaten in Proxy-Information für Böengeschwindigkeit zu übersetzen und so für Ökosystemsimulation verwendbar zu machen. Die neu bereitgestellten Winddaten werden in mehreren Validierungsexperimenten getestet und auf Anwendbarkeit analysiert. Zusammenfassend soll WINDFALLS dazu beitragen, Störungsregime in Waldökosystemen besser in simulationsgestützte Assessments integrieren zu können.

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